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Salzwasser und Feuerberge

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Vor Siziliens Küste schweben die Silhouetten von Vulkankegeln über der Kimm. Klein und fein sind die Äolischen Inseln, nur kurz die Distanzen zwischen ihnen. Ein Familienrevier, sollte man meinen. Doch aufgepasst, sie haben auch ihre Tücken!

 

Namenspatron der Inseln ist Aeolus. Von «Kronion gemacht zum Walter der Winde», der – so erzählt uns Homer – Odysseus zum Abschied «eines neun Jahre alten Rindes ledernen Schlauch» schenkte. Dieses Geschenk, in dem die widrigen Winde gebannt waren, käme auch uns gelegen, ebenso wie «der Hauch des Westwindes», vor dem wir raumschots von St. Agatha Militello nach Vulcano hätten bummeln können. So aber müssen wir uns mit einem Nordostwind herumschlagen, der uns nahe legt, im Porto di Ponente Schutz zu suchen. Was mich davon abhält, ist der im Segelführer als «coarse» bezeichnete Ankergrund, der noch schlechter halten soll als das Wort vermuten lässt. Odysseus wäre an der Passage durch die Bocche di Vulcano escheitert,stand ihm doch nur eine kurz zuvor von den Kyklopen dezimierte Crew zur Verfügung; wir hingegen können uns von einem viele Pferde starken Motor gegen Wind und Strom schieben lassen. Als wir den Anker im Porto di Levante in den rasch ansteigenden Grund buddeln, ist der Nordoster zu einem Lüftchen aus Ost verkommen. Keine Gefahr für das Boot! So können wir uns ganz dem – von manchem als zweifelhaft empfundenen – Vergnügen widmen, einen aktiven Vulkan zu ersteigen.

 

Artikel zum Downloaden: seaside_aeolischeinseln_72_d.pdf (PDF, 2.01 MB)

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