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Zwischen Passat und Atlantiktief

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Von den Urkräften der Erde wurden die Kanaren wie Pflastersteine in den Atlantik gesetzt. Saison haben die Inseln das ganze Jahr über, doch besonders im Frühling locken sie mit oft schon frühsommerlichen Temperaturen.

 

Kurz sind die Tage im Winter selbst auf den Kanaren. Daher verlassen wir die Marina Santa Cruz schon sehr früh – kaum dass der erste Lichtstreifen den östlichen Horizont rot zu färben beginnt. Admiral Nelson behielt diesen Hafen, in dem er nicht nur seine einzige Schlacht, sondern auch seinen rechten Arm verlor, Zeit seines Lebens in schlechter Erinnerung. Eng schmiegen sich die Molen des Hafenbeckens an die Küste, um Schutz vor dem Nordostpassat zu bieten. Der hält, was der Segelführer verspricht. Eingeengt von hohen Bergen auf Teneriffa und Gran Canaria, zudem verstärkt durch den Kapeffekt, legt er kräftig zu und zwingt uns, die voreilig ausgerollten Segel zu reffen. «Wind Acceleration Zone» nennt der englische Führer den zum Glück nicht allzu breiten Streifen. Sechs bis acht Windstärken kann der Passat hier erreichen, zudem setzt der Kanarenstrom südw.rts. Deshalb müssen wir mehr vorhalten und härter an den Wind gehen, als uns lieb ist. Erst als die Häuser von Santa Cruz im Dunst verschwimmen, flaut auch der Passat auf normale Stärke ab. Wir lassen eine der schönsten Kanareninseln hinter uns. Teneriffa bot uns in den letzten Tagen alles, was wir uns nur wünschen konnten: eine immergrüne Nordseite mit so schroffen Küsten, dass wir nur in der neuen Marina von Garachico einen Landfall wagen konnten; eine Südwestküste, die uns zum sorglosen Bummeln von Hafen zu Marina und von Marina zu Hafen einlud; aber auch eine Südostküste, die wir in weniger guter Erinnerung behalten werden. Eindrücklich war das von Vulkanausbrüchen zerrissene zentrale Bergland mit dem fast viertausend Meter hohen Pico de Teide. Sein Vulkankegel ist Teneriffas Wahrzeichen und für uns, von Schnee bedeckt wie er sich heute ins Blau des Himmels reckt, auch die beste Landmarke auf dem gesamten Törn.

 

Artikel zum Downloaden: seaside_kanaren_71_d.pdf (PDF, 20.09 MB)

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