Es ist kein einfaches Unterfangen, sich auf dem Vierwaldstättersee zurechtzufinden. Der grösste See der Zentralschweiz ist nicht nur geografisch kompliziert, sondern verlangt in seinen acht mehr oder weniger voneinander abgegrenzten Becken wegen Wind- und Wetterkapriolen auch nach besonderer Vorsicht.
Der Vierwaldstättersee ist mit 114 Quadratkilometern Wasseroberfläche der grösste See der Zentralschweiz und bietet ein höchst abwechslungsreiches Segelrevier. Durch seine komplizierte Form gliedert sich der See in acht mehr oder weniger deutlich voneinander abgegrenzte Seebecken. In diesen können zur gleichen Zeit sehr unterschiedliche Windbedingungen herrschen. Die ausgeprägte Gliederung verdankt der Vierwaldstättersee, der wie die meisten unserer Voralpenseen in der letzten Eiszeit entstanden ist, weitgehend den damaligen Gletschern - und infolge von Aufschwemmungen auch den zahlreichen Zuflüssen. Im untersten Seeteil, im Luzerner Seebecken mit dem Ausfluss der Reuss, bestand in der Uferzone lange Zeit ein ausgedehntes Sumpfgebiet. Die Luzerner Bucht wurde erst durch den Bau des Reusswehrs 1861, das zu einer Anhebung des Seespiegels führte, uneingeschränkt schiffbar. In den kommenden Jahren soll nun das historische Reusswehr für über 20 Millionen Franken saniert werden.
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