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Zehn Tage auf einem Rheintanker

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Die letzte Rheinfahrt von Peter Morgenthaler als professioneller Schiffer liegt 27 Jahre zurück. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, an Bord der neuen Beotank 2 ab Basel rheinabwärts und zurückzufahren, da sagen er und seine Frau sofort zu. Was hat sich in der langen Zeit verändert, was ist geblieben? Für «marina.ch» zeichnete Morgenthaler seine Fahrt auf.

 

Um 5.30 Uhr klopft es an die Tür: Beotank 2, guten Morgen, löschen! Das ist ja wie früher – früh aufstehen! Als wir leer sind, ragt das Schiff mächtig aus dem Wasser. Also müssen wir Ballast pumpen. Nach dem Papierkram dreht unser Tanker zu Tal – rheinabwärts, wie Schiffer sagen. Die Reise beginnt. Langsam nähern wir uns mit dem riesigen, 110 Meter langen und 11,45 Meter breiten Schiff der Schleuse Birsfelden. Jetzt ist Konzentration gefragt! «Beeile dich langsam!», lautet die Losung. Wir gleiten durch Basel, am Dreiländereck vorbei und erreichen den Grand Canal Elsass. Jetzt folgt Schleuse auf Schleuse. Bereits habe ich mich etwas ans Fahren eines Schiffes dieser Grösse gewöhnt – und jetzt soll ich in die nächste Schleuse steuern! Ich bin froh, dass mich der Kapitän unterstützt, zeitweise auch mit dem Bugstrahlruder. Da die Schleusen im Grand Canal Elsass gerade revidiert werden, steht sowohl für die Berg- als auch für die Talfahrt jeweils nur eine Schleuse zur Verfügung – ein Flaschenhals, der uns bremst. Da wir rund um die Uhr fahren, bin ich Christophs Schicht zugeteilt und muss mich nach dem Nachtessen um 18.00 Uhr ins Bett legen. Das gehört zum Bordalltag: Schlafen auf Kommando.

 

Artikel zum Downloaden: technik_mtsbeotank2_d.pdf (PDF, 1.86 MB)

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