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Allegra in Engiadina

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Das Engadin mit seinen Seen hat seit jeher fasziniert und Philosophen, Schriftsteller und Maler wie Nietzsche, Hesse oder Segantini angezogen. Segeln und Surfen waren damals noch kein Thema. Die Beschaulichkeit, die Weite des Hochtals sowie das berühmte, klare Licht des Engadins haben gelockt. Daran hat sich bis heute nichts geändert – trotz Sport, Action und High Society.

 

Die Oberengadiner Seen waren stets von einem Mythos umgeben. Nicht nur, dass sie Nahrung boten, ihnen wurde auch spirituelle Bedeutungen nachgesagt. Davon zeugen Funde aus der Zeit der Kelten, die 1500 v. Chr. durch das Engadin zogen, in St. Moritz eine Quelle fassten und ihr heilende Fähigkeiten zusprachen. Wie stark die Menschen im Tal mit den Wassergöttern ­verbunden waren, zeigen auch die Sgraffiti, welche noch heute Engadinerhäuser schmücken. Die Wassersymbole sind überall erkennbar. Zu den beliebtesten zählt die Wellenlinie, welche Fenster umrahmt und Hausecken ziert; sie wird auch «der rollende Hund» genannt. Andere, oft zu sehende Sgraffiti sind die Nixe und der Fisch. Die Nymphe, Naturgeist und Hüterin des Wassers, besass eine Doppelfunktion. Sie war nicht nur Beschützerin, sondern galt gleichzeitig auch als Kinderschreck. Mit der Warnung «Geh nicht zu nahe ans Wasser, sonst holt dich die Nymphe» versuchten ­besorgte Mütter, ihre Kinder vor der Gefahr des Ertrinkens zu schützen. Obwohl der Wasserkult heute immer mehr in Vergessenheit gerät, leben die Engadiner unbewusst noch immer mit ihm. Neue Häuser werden nach wie vor mit diesen alten Ornamenten geschmückt.

 

Artikel zum Downloaden: Engadin (PDF, 2.1 MB)

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